BioNTech – ein Prototyp für Innovationskompetenz

Gute Ideen Mit Konseqenz Verfolgt


BioNTech (Biopharmaceutical New Technologies) wurde 2008 auf der Grundlage langjähriger Forschungsarbeiten von Ugur Sahin, Özlem Türeci und Christoph Huber gegründet. Die Vision der Gründer war die Entwicklung und Herstellung von Technologien und Medikamenten für patientenspezifische Therapien gegen Krebs und andere schwere Erkrankungen auf mRNA-Basis. 

 

BioNTech war das erste Unternehmen, das ein mRNA-basiertes Humantherapeutikum zur intramuskulären Verabreichung entwickelte, die individualisierte mRNA-basierte Krebsimmuntherapie in klinische Studien brachte und einen eigenen Herstellungsprozess für einen solchen Produktkandidaten etablierte. 

Chancen Bieten Sich Dem Vorbereiteten


Nachdem Anfang 2020 in der Fachzeitschrift „The Lancet“ das Auftauchen eines neuen Virus mit Pandemiequalität in China publiziert wurde, begann das globale Entwicklungsprojekt „Lightspeed“, um einen wirksamen und gut verträglichen Impfstoff gegen das SARS-CoV-2-Virus schnellstmöglich zu entwickeln. 

BioNTech erkannte die Chance. Als die Geschäftsleitung von BioNTech die Entscheidung traf, diese Herausforderung anzugehen und zu zeigen, welches Potential der mRNA-Ansatz bietet, konnte sie bereits auf über 20 Jahre Forschung und Entwicklung daran zurückblicken. 

Kooperationen multiplizieren Fähigkeiten

Dann ging alles sehr schnell. Bereits Mitte März vereinbarte BioNTech Kooperationen für Erprobung und Vermarktung; mit Pfizer, in deren Werken der Impfstoff für den weltweiten Bedarf konfektioniert wurde, und einem chinesischen Partner für den chinesischen Markt. Im April wurden die ersten klinischen Tests durchgeführ t.Im November teilte BioNTech mit, dass der entwickelte Impfstoff eine Schutzwirkung von über 95 % bietet. Anfang Dezember wurde der Antrag auf Zulassung bei der Europäische Arzneimittel-Agentur gestellt. Tags darauf erhielt der Impfstoff in Großbritannien eine Notfallzulassung; eine Woche später begannen die Impfungen. Am 21. Dezember 2020 erhielt der Impfstoff die bedingte Marktzulassung für die EU. 



Zeit als Wettbewerbsfaktor

Bereits im Jahre 2020 hatte BioNTech mit dem britischen Unternehmen InstaDeep eine längerfristige Kooperation vereinbart. Ziel war die Entwicklung eines Frühwarnsystems zur Erkennung möglicher Hochrisikovarianten des SARS-CoV-2 Virus. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz werden dabei weltweit verfügbare Sequenzierungsdaten in kürzester Zeit analysiert. 

 

Im Schnitt hat das System bereits in der Testphase mehr als 90 Prozent der von der WHO identifizierten Hochrisikovarianten zwei Monate früher erkannt. Die hochansteckende Omikron-Variante wurde bereits am Tag, an dem die Sequenz verfügbar war, als Hochrisikovariante erkannt und richtig eingestuft. 

Innovation schafft nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit

Dieser zeitliche Vorsprung erlaubt es BioNTech, für die Mitte November in Südafrika erstmals identifizierte Omikron-Mutation bereits ab März 2022 einen geeigneten Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Insgesamt sollen davon in 2022 bis zu vier Milliarden Dosen hergestellt werden. Eine zuverlässige frühzeitige Erkennung potenzieller Hochrisikovarianten erlaubt es Forschern, Entwicklern und Entscheidungsträgern deutlich früher mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern.  



Kultur macht Arbeitgeber attraktiv

Ende 2020 arbeiteten für BioNTech 2.400 Mitarbeiter aus über 60 Nationen. Biotechnologie-Unternehmen stehen regelmäßig im intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte; Fachkräfte bilden die Grundlage des Unternehmenserfolgs. Als innovatives Unternehmen mit einer kreativen Denkweise, verbindet BioNTech Menschen verschiedenster Professionen, die eine gemeinsame Vision verbindet. Der Erfolg von BioNTech ist darüber hinaus das Ergebnis einer hoch entwickelten Infrastrukturumgebung und einer globalen Vernetzung. 

 


HR Strategie sichert den erreichten Vorsprung

Zur dauerhaften Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit wurde inhouse das Projekt "Sustainable Growth & Culture" gegründet. Ziel ist die aktive Gestaltung einer Unternehmens- und Innovationskultur, die nachhaltiges Wachstum im Interesse aller Stakeholder fördert.

 

Ein motivierendes Arbeitsumfeld, flache Hierarchien und eine auf hierarchiefreie Gemeinsamkeit angelegte Kultur, zeichnen das Arbeitsklima aus. „Wir legen Wert darauf, am Ende des Tages das Büro mit dem Gefühl zu verlassen, etwas bewegt zu haben!“ 

Vision: Der sich selbst verbreitende Impfstoff

NEUE VISIONEN WARTEN. Um künftigen Epidemien vorzubeugen, erwägen Forscher eine raffinierte, aber riskante Methode: Impfstoffe, die sich in der Natur selbst verbreiten. Bereits vor 20 Jahren entwickelten spanische Forscher ein Konzept, bei dem statt Vakzine zu verabreichen, Impfstoffe weitergegeben werden, in den abgeschwächte Teile des Virus derart eingebaut werden, dass sie einerseits schützen, andererseits von Tier zu Tier weitergegeben werden. Das Neue dabei ist, dass sich der Impfstoff verbreitet; die Idee, Tiere zu impfen, noch bevor Erreger als Zoonosen auf den Menschen überspringen können. 


Quellen: BioNTech, n-tv, Spiegel, FAZ, Wikipedia


BioNTech – BioNTainer kann Impfstoff weltweit produzieren

Der skalierbare, sichere und flexible Zugang zu mRNA-Produktionsstätten stellte die Welt vor große Herausforderungen. Mit dem BioNTainer wurde eine Lösung entwickelt, mit der Impfstoffe weltweit produziert werden können.

 

Als sich abzeichnete, dass der COVID-19 Impfstoff, den BionTech gemeinsam mit Pfizer entwickelt hatte, eine Zulassung erhalten wird, stellte sich die Frage: Wie kann man den Zugang zu mRNA-Produktionsstätten auf skalierbare, sichere und flexible Weise erweitern? Da es am Markt keine geeignete Lösung für dieses Problem gab, hat man beschlossen, eine entsprechende Lösung zu entwickeln – ganz im Stil von BioNTech. 


BioNTainer produzieren Impfstoffe vor Ort. Weltweit.

Die Lösung ist 12 Meter lang, 2,4 Meter hoch und 2,6 Meter breit, und sechs Einheiten bilden das, was man einen BioNTainer nennt. BioNTainer ermöglichen die Produktion von mRNA-basierten Impfstoffen in abfüllfertigen Chargen. Es handelt sich um ein standardisiertes Konzept, das replizierbar ist. Sie sind als schlüsselfertige mRNA-Herstellungsanlage auf der Grundlage einer modularen Containerlösung in ISO-Größe konzipiert.


Die BioNTainer eignen sich nicht nur für die Herstellung des COVID-19-Impfstoffs, sondern grundsätzlich für alle mRNA-basierten Impfstoffe oder Therapien - einschließlich solcher, die auf die Bedürfnisse von Menschen in Regionen mit endemischen Infektionskrankheiten ausgerichtet sind – man denke an Impfstoffe gegen Malaria und Tuberkulose. 

 

Der Aufbau in Containern ermöglicht es, sie per Lkw, Schiff oder Flugzeug schnell an alle Orte der Welt zu versenden. Der BioNTainer wurde im Februar 2022 in Marburg vorgestellt, wo der Prototyp entwickelt wurde. Am Standort Marburg ist ein Innovationszentrum entstanden, das auf die Weiterentwicklung des Konzepts ausgerichtet ist.

 

Gerade in hochregulierten Bereichen, die nationalen und internationalen Standards entsprechen müssen, müssen die Rahmenbedingungen stimmen und wichtige Stakeholder früh eingebunden werden. 

 

Quellen: BioNTech, FAZ, Wikipedia

 

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